Tierheilpraktiker

Immer mehr Menschen suchen nach Alternativen zur klassischen Schulmedizin, sei es, weil sie ihren kranken Körper nicht noch zusätzlich mit der Chemiekeule belasten wollen oder weil die konservative Behandlung an ihre Grenzen gestoßen ist. Wer für sich selbst entschieden hat, einen sanfteren Weg zur Heilung von Krankheiten zu gehen, möchte oft dasselbe für sein geliebtes Haustier. Glücklicherweise gibt es heutzutage in immer mehr Städten auch Tierheilpraktiker.

Bei einem kranken Tier kann der Tierhalter sowohl einen ‚gewöhnlichen‘ Tierarzt aufsuchen als auch einen Tierheilpraktiker. Einer der Unterschiede zwischen den beiden Berufsgruppen ist zunächst die Ausbildung. Während ein Tierarzt ein Studium absolvieren muss, gibt es für den Tierheilpraktiker keine einheitliche Ausbildung. Zudem ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt, somit kann sich im Grunde genommen jeder als Tierheilpraktiker bezeichnen. Aus diesem Grund ist es ausgesprochen wichtig, dass man sich im Vorfeld genau darüber informiert, welche Qualifikationen der Heilpraktiker für Tiere mitbringt.

Die entscheidende Verschiedenheit liegt aber ganz klar in der Behandlungs- und Herangehensweise. Ein Tierheilpraktiker darf, und will, keine verschreibungspflichtigen Medikamente verschreiben. Vielmehr arbeitet er mit homöopathischen und pflanzlichen Mitteln wie zum Beispiel Globuli, Schüssler Salze oder auch Bachblütentherapie. Akkupunktdur und andere, Beispielsweise esoterische Heilversuche, werden je nach Heiler ebenso zur Genesung eingesetzt.

Entscheidet man sich für eine alternative Behandlung findet meist zunächst erst mal eine sogenannte Anamnese statt, bei der das Tier genau in Augenschein genommen wird. Dies dauert für gewöhnlich ein bis zwei Stunden und findet zuhause beim Tierhalter oder in der Praxis statt. Dies ist wichtig, da der Heilpraktiker viel Wert darauf legt nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch die Ursachen. Zudem ist es außerordentlich wichtig, das sowohl Tier als auch Tierbesitzer ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihrem jeweiligen Heilpraktiker haben.

Es ist jedoch nicht jedes Leiden für eine homöopathische Herangehensweise geeignet. So sind zum Beispiel Verletzungen die eine Operation benötigen besser vom Tierarzt zu behandeln, da der Heilpraktiker OPs auch gar nicht durchführen darf. Für andere Leiden wie beispielsweise Angststörungen oder auch Verdauungsstörungen kann es jedoch durchaus sehr sinnvoll sein, dass Tier nicht gleich mit Medikamenten vollzupumpen. Insofern sollte man sich bei jeder Krankheit individuell überlegen welche Behandlungsmethode im speziellen Fall erfolgversprechender ist.

Weitere Infos zum Tierheilpraktikver auf www.heilpraktiker.org/

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