Phytotherapie für Tiere

Von Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen - List of Koehler Images, GemeinfreiPhytotherapie  (Kräuterheilkunde) ist die allgemeine Bezeichnung für Pflanzenheilkunde. Sie entwickelte sich aus der Naturheilkunde heraus und ist heutzutage zum festen Bestandteil neben der humanen Veterinärmedizin geworden.
Übrigens: Die ersten Heilkräuter-Aufzeichnungen wurden am Persischen Golf entdeckt und die Entstehungszeit liegt etwa 6 000 Jahre zurück. Das erste wissenschaftliche Buch der Kräuter entstand 3 000 v. Chr. in China und listete damals schon mehr als 1 000 Heilkräuter auf.

Bis zum Einzug der chemischen hergestellten Arzneimittel war die Naturmedizin oftmals nur die einzige Möglichkeit, um Ursachen, Beschwerden und Krankheiten zu lindern. Leider geriet im Laufe der Jahrhunderte die Kenntnis von der Wirkungsweise der Naturkräuter unberechtigterweise in Verruf.
Dank der Forschung und Wissenschaft wird die Naturheilkunde allmählich wieder neu entdeckt und erfolgreich praktiziert. So kam es dazu, dass die moderne Phytotherapie offiziell anerkannt wurde. Denn Heilpflanzen haben nachweisbar weniger Nebenwirkungen als synthetisch produzierte Arzneimittel. Mittlerweile werden weltweit über
20 000 Heilpflanzenarten zur Produktion von Arzneimitteln eingesetzt. Zum Einsatz kommen beispielsweise folgende Pflanzenteile: Blätter, Holz, Frucht, Knospen, Samen, Stängel, Wurzel und Zwiebel. In diesen Pflanzenteilen befinden sich Inhaltsstoffe, die unterschiedliche Wirkungen aufweisen. Deshalb muss in diesem Zusammenhang streng die Dosierung bzw. die Rezeptur beachtet werden.

Kräuterkunde für Tiere

Auch in der Tiermedizin gibt es fertige und individuell zusammengestellte Arzneimittel. Um die bestmöglichste Therapie zu gewährleisten, sollten kompetente Tierärzte oder Tierheilpraktiker die Behandlung verordnen. Das hat den Vorteil, dass die Symptome und die Konstitution des Tieres berücksichtigt werden.
Verantwortungsvolle Tierbesitzer sind sich heutzutage bewusst, dass schulmedizinische Medikamente häufig starke Nebenwirkungen auslösen. Aus diesem Grund geht der Trend seit vielen Jahren in Richtung moderne Phytotherapie. Die Praxistests beweisen zusätzlich, dass es eine hohe wissenschaftlich überprüfbare Erfolgsquote gibt.
Als Darreichungsformen eignen sich: Extrakte, Tinkturen, Tees, Salben, Ölauszüge oder Gele. Hinzu kommt eine Vielfalt an pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln. Sie haben sich bei Mangelerscheinungen bewährt und werden häufig zur Prophylaxe eingesetzt. Denn Fakt ist, dass Tiere aufgrund der Haltung oftmals keine vollwertige Ernährung mehr vorfinden. Langfristig kann das zum Beispiel zu Knochen- und Hautschädigungen führen.
Verbraucher, die sich in der Tiermedizin für Heilkräuter entscheiden, sollten nur geprüfte und zugelassene Produkte kaufen. Denn für die gesunde Wirkung sind Standortwahl, Ernte, Verarbeitung, Lagerung, Anwendung und Aufbewahrung von großer Bedeutung.

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